02.12.2018

Interview Adventskalender Tür 2

Lukas Mock vom SVH Kassel

Lukas Mock vom SVH Kassel. Foto: SVH Kassel

Dein Handball-Adventskalender mit Interviews aus der Region. In Tür 2 befindet sich Lukas Mock vom SVH Kassel. Er stand für ein Interview bereit.

Handball Nordhessen: Bist du mit deiner momentanen Leistung zufrieden?

Lukas Mock: Teils/Teils. Nach meiner Meniskusverletzung in der Vorbereitung bin ich ganz gut in die Saison gestartet. Mir fehlt es aber immer noch an Dynamik im Angriff und auch in der Abwehr sehe ich noch deutlich Luft nach oben.


Wie ist die Stimmung in der Mannschaft und im Verein?

Lukas Mock: Die Stimmung in der Mannschaft als auch im Verein ist ausgezeichnet. Bei der SVH habe ich für mich wieder eine sportliche Heimat mit einem tollen Umfeld gefunden. Das liegt natürlich auch daran, dass ich viele Gesichter noch aus meinen Jugendjahren kenne.

Handball Nordhessen: An welches absolvierte Spiel musst du diese Saison besonders denken?

Lukas Mock: Momentan denke ich ab und an noch an das Spiel gegen die HSG Baunatal zurück. Da haben wir zum ersten Mal in der Saison eine grandiose Angriffsleistung inklusive Tempohandball abrufen können. Allerdings haben sich seit dem Spiel auch eklatante Probleme in unserer Abwehr aufgetan, die wir bisher nicht mehr wirklich in den Griff bekommen haben. Daran gilt es, mit Blick auf die kommenden Spiele und die Rückrunde, zu arbeiten. Generell richtet sich der Blick aber immer auf das nächste Spiel und den nächsten Gegner.


Handball Nordhessen: Auf was für einem Platz befindet ihr euch am Ende der Saison?

Lukas Mock: Wir befinden uns momentan in einem Übergangsjahr, weshalb die Erwartungen vor Saisonbeginn eher niedrig waren und oberstes Ziel immer eine vernünftige Distanz zum Abstiegsplatz gewesen ist. Dennoch denke ich, dass in unserer Mannschaft das Potenzial steckt, einen Platz im oberen Tabellenmittelfeld zu erreichen. Perspektivisch gesehen wollen wir aber mit der starken A-Jugend von Iljo Duketis, die nächstes Jahr in den Herrenbereich aufrückt, in Zukunft auch ganz oben mitspielen.


Handball Nordhessen: In welcher Halle ist die Stimmung unantastbar?

Lukas Mock: Ich glaube, dass in unserer „grünen Arena“ eine gute Atmosphäre herrscht. Natürlich gibt es auch hier noch Luft nach oben, aber Handball hat in Harleshausen Tradition und das merkt man, wenn man zu uns in die Halle kommt.

Handball Nordhessen: Wo spielst du auswärts ungern?

Lukas Mock: Da gibt es eigentlich keine Halle. Auch in der BOL sind die Spielstätten meist gut besucht und ein bisschen Stimmung der gegnerischen Anhänger pusht einen umso mehr. Zudem haben wir auch auswärts eine große Anhängerschaft, die uns tatkräftig von den Rängen unterstützt.


Handball Nordhessen: Wie schätzt du die Liga ein? Wer wird gegen den Abstieg spielen und wer wird aufsteigen?

Lukas Mock: Der erste Platz, da brauchen wir uns nichts vormachen, war quasi schon vor Serienbeginn an die TGW vergeben. Die Jungs werden am Ende der Saison ohne Verlustpunkt in die Landesliga zurückkehren. Den Abstieg scheinen wohl Waldau, Lohfelden und Bad Wildungen unter sich auszumachen. Ansonsten ist die Liga meines Erachtens sehr ausgeglichen. Für jedes Team besteht an jedem Spieltag die Chance, ein oder zwei Punkte zu holen.


Handball Nordhessen: Auf welches Rückspiel freust du dich am meisten?

Lukas Mock: Ganz besonders freue ich mich natürlich auf die Spiele gegen meine ehemaligen Vereine - die TGW und die SHG. Mit der TG Wehlheiden bin ich noch immer tief verwurzelt, auch wenn aus meiner aktiven Zeit dort nur noch wenige Weggefährten verblieben sind. Zudem spielt mit Nicolas Bachmann einer meiner besten Freunde im Team. Solche Duelle, auch wenn sie dieses Jahr nicht auf Augenhöhe stattfinden, machen natürlich besonders Spaß. Und auch die Spiele gegen die SHG werden sicherlich etwas besonderes sein. Ich habe dort trotz des Landesligaabstiegs ein schönes Jahr verbracht und freue mich auf das Wiedersehen mit der Mannschaft und den Leuten aus dem Verein.


Handball Nordhessen: Welche Mannschaft oder Spieler überrascht dich derzeit?

Lukas Mock: Positiv überrascht bin ich von der Eintracht aus Baunatal und dem TSV Korbach. Baunatal hat die letzten Jahre immer um die unteren Tabellenplätze mitgespielt. Derzeit rangieren sie auf dem dritten oder vierten Tabellenplatz. Da scheint Michi Horn als neuer Trainer, gute Arbeit zu leisten. Dass der TSV Korbach um den Aufstieg mitspielen würde, ist dagegen zu vermuten gewesen; dass sie das aber trotz den verletzungsbedingten Ausfällen von Dave Alscher und Robert Müller tun, ist umso beachtlicher.


Handball Nordhessen: Was erwartest du von der Heim WM der Männer?

Lukas Mock: Ich freue mich auf die Heim-WM. Bei solchen Turnieren herrscht immer eine ganz besondere Stimmung. Wenn die deutsche Mannschaft gut in das Turnier startet und sich von eben jener Stimmung tragen lässt, ist, wie man 2007 oder beim Gewinn der Europameisterschaft gesehen hat, alles möglich. Ansonsten ist natürlich Frankreich, trotz des Ausfalls von Nikola Karabatic, der Top-Favorit auf den Titel. Ganz besonders erhoffe ich mir aber, dass die Heim-WM eine Euphorie auslöst, die letztlich der Jugend in Form von vielen, neuen handballbegeisterten Kids zu Gute kommt.

Vielen Dank Lukas!

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